Kunze macht auf Shakespeare

Mittlerweile ist es schon etabliert: Der Sommernachtstraum im Gartentheater des Grossen Gartens. Dabei würde es sich als Planung vielleicht gar nicht mal so gut anhören, von einem ehemaligen "Krautrocker" Shakespeare als modernes Musical mit veritablen Sex-and-Crime Kostümen auf die Bühne wuppen zu lassen. Aber grau ist alle Theorie, das Ding geht ab wie Schmidts Katze.

Und überhaupt Kunze: er ist zwar "nur" Wahlhannoveraner, aber ist das nicht sogar eindrucksvoller, denn seien wir mal ehrlich: wer, ausser vielleicht unseren Fussballprofis, schmückt sich mit dieser exotischen Bezeichnung?

Doch der Mann ist im Radio und hatte mehr als einen Hit. Und wie man sieht, ist er nicht "Stuck in the 80's" wie es in einem Lied von Sheryl Crow heisst. Kunzes Musik ist, entgegen seinem vielleicht sonst etwas intellektuellem Image, reiner Pop, der ins Ohr geht. Ich hatte das Vergnügen, ihn auf dem Opernplatz zu erleben. Klasse Musik das. Durch seine Tätigkeiten für die Theaterbühne, die auch nicht auf Hannover beschränkt sind, zeigt der Mann: ich lebe!